K. Kältekontraktion
Anforderungsprofil für alle
polymeren Abdichtungen nach ddDach (1999)
Einleitung
I. Faltbiegung in der Kälte
II. Mechanische Durchschlagsfestigkeit
III. Zigarettengluteinwirkung
IV. Geradheit und Planlage
V. Verschweissbarkeit
A. Verhalten nach Bestreichen mit Fett
B. Verhalten nach Lagerung in Warmwasser
C. Verhalten nach Lagerung in Kalkmilch
D. Verhalten nach Lagerung in Säurelösung
E. Beständigkeit gegen Mikroorganismen
F. Hydrolysebeständigkeit
G. Verhalten gegen Ozon
H. Thermische Alterung
I. Künstliche Bewitterung
J. Fischtest
K. Kältekontraktion
L. Nachweis der Wurzelfestigkeit
M. Deklaration ökologischer Merkmale
N. Fazit


Abbildungen: [1], [2] Kältekontraktionsschäden

Dachbahnen müssen einer Kontraktionsprüfung unterzogen werden.

Die langjährige Praxis hat gezeigt, dass Schäden bei lose verlegten Dachdichtungsbahnen oft in der kalten Jahreszeit auftreten.
Die Ursachen können oft bei temperaturbedingten Zugkräften liegen, die bei Kontraktion des Materials infolge Kälteeinwirkung auftreten.Die Kältekontraktionskräfte wirken in Längs- und Querrichtung der Bahn.
Das heisst, die auftretenden Kräfte können dabei die Fixierungspunkte und die Nähte belasten. Welche Zugkräfte im Winter bei tiefen Temperaturen in Dachbahnen aufgebaut werden, vorallem wenn sie im Sommer bei höheren Temperaturen verlegt wurden, kann aus technischen Datenblättern der Dachbahnen mit Normwerten nicht abgeleitet werden.
Deshalb sollten bei Dachbahnen die Kältekontraktionskräfte nachgewiesen werden, so dass die Auswirkungen der Zugkräfte bei der Verarbeitung berücksichtigt werden können. Eine in der Norm verankerte Prüfung der Abdichtung fehlt bis heute. Dachbahnen nach Anforderungsprofil erfüllen die Anforderungen der Kältekontraktion unter Berücksichtigung der gültigen Verarbeitungsrichtlinien.